Vierte Gewerkschaftskonferenz für den Frieden

Spitzt sich die Kriegsgefahr zu und wächst der Druck auf Sozialstaat und Arbeitsrechte, müssen Gewerkschaften die Friedensfrage zur Klassenfrage machen. Die Debatte dazu bündeln wir im Juli in Würzburg.

Vierte Gewerkschaftskonferenz für den Frieden
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Den Frieden gewinnen, nicht den Krieg! Am 24./25. Juli 2026 in der Kolping-Akademie in Würzburg. Eine Konferenz von der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Kooperation mit der IG Metall Würzburg. Anmeldung: Gewerkschaftskonferenz für den Frieden

Am 24. und 25. Juli findet in Würzburg die vierte Gewerkschaftskonferenz für den Frieden statt. Die gewerkschaftlichen Friedenskonferenzen waren in der Vergangenheit für hunderte Kolleginnen und Kollegen ein wichtiger Raum zur Vernetzung und zur Schärfung der eigenen Argumente gegen die Orientierung auf Kriegstüchtigkeit und die soziale Folgen. Sie sind damit zu einem wichtigen Referenzpunkt für friedensbewegte Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter geworden.

Damit die diesjährige Gewerkschaftskonferenz in gewohnter Qualität stattfinden kann, ist sie auf Spenden angewiesen. Wenn du die Konferenz unterstützen möchtest, freuen wir uns über eine Spende mit dem Kennwort „Friedenskonferenz“ an den Verein zur Förderung eines solidarischen und öffentlichen Gesundheitswesens NRW e.V., der die Konferenz unterstützt.

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Programm

Erster Tag: Freitag, 24. Juli 

13:00 Uhr     Anmeldung

13:30 Uhr     Peter Schüllermann - Lieder gegen den Krieg

13:45 Uhr     Begrüßung und Eröffnung: Mit Norbert Zirnsak (1. Bevollmächtigter IG Metall Würzburg) und Bernd Riexinger (Vorsitzender der Rosa-Luxemburg-Stiftung) 

14:15 Uhr     Zerbricht die Weltordnung? Mit Miguel E. Torres Tesoro (stv. Botschafter von Kuba) und Ingar Solty (Referent für Außen- und Sicherheitspolitik bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung)

15:45 Uhr     Pause

16:15 Uhr     Achtstundentag, Rente, Sozialabbau – Wer zahlt für die Aufrüstung und was können wir dagegen tun? Es diskutieren: Sinan Öztürk (stv. Bezirksvorsitzender ver.di Bayern), Wolfgang Däubler (Arbeitsrechtler), Sidar Carman (Geschäftsführerin ver.di Stuttgart) und Gürcan Erdinc (Betriebsratsvorsitzender MiWe Arnstein)                    

18:00 Uhr     Pause

18:30 Uhr     Proteste gegen die Militarisierung von Schule und Hochschule. Mit einem inhaltlichen Input von Nicole Gohlke (MdB Die Linke). Es diskutieren: Annabell Franz (Jugendsekretärin IG Metall Würzburg), Alia Horstmann (Schulstreikkomittee Hamburg), Franziska Müller (DGB Jugend Unterfranken), Sarah Kaiser (ver.di, JAV Universitätsklinik Essen) und Nick Papak Amoozegar (IG BAU/ aktiv in der Palästina-Solidarität).

Zweiter Tag: Samstag, 25. Juli               

09:00 Uhr       Reinhard Frankl - Lieder gegen den Krieg

09:15 Uhr       Stimmen des Friedens aus Russland und der Ukraine: Mit Pawel (Antikriegsaktivist Russland) und Konstantin (Antikriegsaktivist Ukraine), Postsowjetische Linke

09.30 Uhr       Panzer statt Autos - Rüstungskonversion als Antwort auf Arbeitsplatzabbau? Es diskutieren: Heinz Bierbaum (Ökonom), Britta Kleinhempel (ehem. BR Airbus Defense & Space und ehrenamtliches Vorstandsmitglied der IG Metall), Anne Rieger (ehem. Bevollmächtigte der IG Metall Waiblingen), Yves Weinberger (Betriebsratsvorsitzender Brose Würzburg) und Cem Ince (MdB Die Linke)

11:00 Uhr     Pause

11:30 Uhr     Arbeitsgruppen-Phase

AG 1 | Krankenhäuser für den Kriegsfall - wie trifft uns die Militarisierung des Gesundheitswesens? Mit Susanne Hille (Landesfachbereichsleiterin Gesundheit, ver.di NRW) und Angelika Claussen (IPPNW)

AG 2 | Autoritärer Staatsumbau – Wie Militarisierung und Aufrüstung die Rechtsentwicklung befördern. Mit Mark Ellmann (Münchner Bündnis „Soziales rauf, Rüstung runter“) und Roman Rauschert (Verein zur Bewahrung der Demokratie, München)

AG 3 | Post, Hafen, Lagerlogistik und ihre Relevanz für die Kriegsertüchtigung. Mit Nonni Morisse (Gewerkschaftssekretär Bremen/ Bremerhaven) und Kurt Baumann (ver.di-Vertrauensmann, Zusteller, Deutsche Post AG, Kassel)

13:00 Uhr     Mittagspause

13:30 Uhr     Den Frieden sichern: Warum es dabei auf die Gewerkschaften ankommt. Es diskutieren Jérome Legavre (La France Insoumise), Alex Gordon (ehem. Vorsitzender der britischen Eisenbahnergewerkschaft), Ulrike Eifler, 2. Bevollmächtigte IG Metall Würzburg), Jules El-Khatib (Mitorganisator von „All Eyes on Gaza“), Reiner Braun (International Peace Bureau, Berlin), Mark Ellmann (Münchner Bündnis „Soziales rauf, Rüstung runter"), Özlem Demirel (MdEP Die Linke), Ronja Fröhlich (aktiv im Bündnis „Nein zur Wehrpflicht“) und José Nivoi (Hafenarbeiter, Genua, angefragt)

15:30 Uhr Ende

Zum Thema auf unserer Seite:

Bericht: Friedenspolitische Gewerkschaftskonferenz in Hanau
Die friedenspolitische Gewerkschaftskonferenz war ein Erfolg. Gewerkschaften geraten in bewegten Zeiten leicht in Widerspruchskonstellationen. Diese können mit politischer Klarheit und organisationspolitischer Umsicht aufgelöst werden. Das geschieht nicht von allein, sondern muss organisiert werden.
Gewerkschaftskonferenz für Frieden: Es gibt noch viel zu tun!
Vom 14. bis 15. Juni fand in Stuttgart die zweite Gewerkschaftskonferenz für den Frieden statt. Mit mehr als 200 Teilnehmern vor Ort und 800 im Stream ist den Veranstaltern eine Verdopplung der Teilnehmerzahlen gelungen. Ulrike Eifler wertet die Veranstaltung aus.