Vierte Gewerkschaftskonferenz für den Frieden
Spitzt sich die Kriegsgefahr zu und wächst der Druck auf Sozialstaat und Arbeitsrechte, müssen Gewerkschaften die Friedensfrage zur Klassenfrage machen. Die Debatte dazu bündeln wir im Juli in Würzburg.
Am 24. und 25. Juli findet in Würzburg die vierte Gewerkschaftskonferenz für den Frieden statt. Die gewerkschaftlichen Friedenskonferenzen waren in der Vergangenheit für hunderte Kolleginnen und Kollegen ein wichtiger Raum zur Vernetzung und zur Schärfung der eigenen Argumente gegen die Orientierung auf Kriegstüchtigkeit und die soziale Folgen. Sie sind damit zu einem wichtigen Referenzpunkt für friedensbewegte Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter geworden.
Damit die diesjährige Gewerkschaftskonferenz in gewohnter Qualität stattfinden kann, ist sie auf Spenden angewiesen. Wenn du die Konferenz unterstützen möchtest, freuen wir uns über eine Spende mit dem Kennwort „Friedenskonferenz“ an den Verein zur Förderung eines solidarischen und öffentlichen Gesundheitswesens NRW e.V., der die Konferenz unterstützt.

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Programm
Erster Tag: Freitag, 24. Juli
13:00 Uhr Anmeldung
13:30 Uhr Peter Schüllermann - Lieder gegen den Krieg
13:45 Uhr Begrüßung und Eröffnung: Mit Norbert Zirnsak (1. Bevollmächtigter IG Metall Würzburg) und Bernd Riexinger (Vorsitzender der Rosa-Luxemburg-Stiftung)
14:15 Uhr Zerbricht die Weltordnung? Mit Miguel E. Torres Tesoro (stv. Botschafter von Kuba) und Ingar Solty (Referent für Außen- und Sicherheitspolitik bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung)
15:45 Uhr Pause
16:15 Uhr Achtstundentag, Rente, Sozialabbau – Wer zahlt für die Aufrüstung und was können wir dagegen tun? Es diskutieren: Sinan Öztürk (stv. Bezirksvorsitzender ver.di Bayern), Wolfgang Däubler (Arbeitsrechtler), Sidar Carman (Geschäftsführerin ver.di Stuttgart) und Gürcan Erdinc (Betriebsratsvorsitzender MiWe Arnstein)
18:00 Uhr Pause
18:30 Uhr Proteste gegen die Militarisierung von Schule und Hochschule. Mit einem inhaltlichen Input von Nicole Gohlke (MdB Die Linke). Es diskutieren: Annabell Franz (Jugendsekretärin IG Metall Würzburg), Alia Horstmann (Schulstreikkomittee Hamburg), Franziska Müller (DGB Jugend Unterfranken), Sarah Kaiser (ver.di, JAV Universitätsklinik Essen) und Nick Papak Amoozegar (IG BAU/ aktiv in der Palästina-Solidarität).
Zweiter Tag: Samstag, 25. Juli
09:00 Uhr Reinhard Frankl - Lieder gegen den Krieg
09:15 Uhr Stimmen des Friedens aus Russland und der Ukraine: Mit Pawel (Antikriegsaktivist Russland) und Konstantin (Antikriegsaktivist Ukraine), Postsowjetische Linke
09.30 Uhr Panzer statt Autos - Rüstungskonversion als Antwort auf Arbeitsplatzabbau? Es diskutieren: Heinz Bierbaum (Ökonom), Britta Kleinhempel (ehem. BR Airbus Defense & Space und ehrenamtliches Vorstandsmitglied der IG Metall), Anne Rieger (ehem. Bevollmächtigte der IG Metall Waiblingen), Yves Weinberger (Betriebsratsvorsitzender Brose Würzburg) und Cem Ince (MdB Die Linke)
11:00 Uhr Pause
11:30 Uhr Arbeitsgruppen-Phase
AG 1 | Krankenhäuser für den Kriegsfall - wie trifft uns die Militarisierung des Gesundheitswesens? Mit Susanne Hille (Landesfachbereichsleiterin Gesundheit, ver.di NRW) und Angelika Claussen (IPPNW)
AG 2 | Autoritärer Staatsumbau – Wie Militarisierung und Aufrüstung die Rechtsentwicklung befördern. Mit Mark Ellmann (Münchner Bündnis „Soziales rauf, Rüstung runter“) und Roman Rauschert (Verein zur Bewahrung der Demokratie, München)
AG 3 | Post, Hafen, Lagerlogistik und ihre Relevanz für die Kriegsertüchtigung. Mit Nonni Morisse (Gewerkschaftssekretär Bremen/ Bremerhaven) und Kurt Baumann (ver.di-Vertrauensmann, Zusteller, Deutsche Post AG, Kassel)
13:00 Uhr Mittagspause
13:30 Uhr Den Frieden sichern: Warum es dabei auf die Gewerkschaften ankommt. Es diskutieren Jérome Legavre (La France Insoumise), Alex Gordon (ehem. Vorsitzender der britischen Eisenbahnergewerkschaft), Ulrike Eifler, 2. Bevollmächtigte IG Metall Würzburg), Jules El-Khatib (Mitorganisator von „All Eyes on Gaza“), Reiner Braun (International Peace Bureau, Berlin), Mark Ellmann (Münchner Bündnis „Soziales rauf, Rüstung runter"), Özlem Demirel (MdEP Die Linke), Ronja Fröhlich (aktiv im Bündnis „Nein zur Wehrpflicht“) und José Nivoi (Hafenarbeiter, Genua, angefragt)
15:30 Uhr Ende
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Artikel wurde am 3. Juli 2026 gedruckt. Die aktuelle Version gibt es unter https://betriebundgewerkschaft.de/gewerkschaftspolitische-konferenzen/2026/03/vierte-gewerkschaftskonferenz-fur-den-frieden/.

