Solidarität mit den Streikenden von Teigwaren Riesa

Liebe Kolleginnen und Kollegen, mit voller Nudelkraft zum Tarifvertrag! Das war der Slogan, unter dem ihr vor wenigen Jahren erstmals einen Tarifvertrag durchgesetzt habt. Und viel Kraft wünschen wir, die Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter der Partei DIE LINKE, euch auch diesmal.

Die Arbeitgeber jammern oft über den Fachkräftemangel. Meist weinen sie damit bloß ihrem »Geschäftsmodell Lohndumping« hinterher. Schaut man sich die Situation bei euch im Betrieb an, dann besteht der Fachkräftemangel ganz offensichtlich in der Chefetage. Ihr seid mit euren Produkten Marktführer im Osten der Republik. Ein Lohn knapp über der gesetzlichen Lohnuntergrenze ist unangemessen und auch Ausdruck mangelnder Wertschätzung eurer Arbeit!

Das Leben wird teurer und überall steigen die Preise. Aber ausgerechnet bei euren Löhnen predigt euch euer Arbeitgeber Verzicht und fordert zu Bescheidenheit auf. Dass ihr auf die Weigerung mit Streik reagiert, ist richtig und konsequent. Denn ganz offensichtlich braucht es Druck.

Es ist mehr als verständlich, dass es bei euch einen Schritt vorwärts im Lohnniveau geben muss. Euro Forderung nach 2 Euro mehr Lohn in der Stunde ist mehr als berechtigt

  • Mehr als berechtigt, angesichts eurer derzeitigen Verdienste!
  • Mehr als berechtigt, weil ihr einen ordentlichen Abstand zum Mindestlohn von 12 Euro herstellen wollt.
  • Mehr als berechtigt angesichts der aktuellen Preisentwicklung.
  • Mehr als berechtigt aufgrund noch bestehender Lohnunterschiede zwischen Ost und West.

Tarifverhandlungen ohne Streik sind wie kollektives Betteln. Das hat einmal das höchste Arbeitsgericht in Deutschland geurteilt. In diesem Sinne: Habt einen langen Atem, wenn es nötig ist. Unserer Unterstützung könnt ihr euch gewiss sein.

Mit solidarischen Grüßen,

Bundessprecherinnen und Bundessprecher der AG Betrieb & Gewerkschaft

Die Soli-Erklärung findet ihr hier als pdf-Druckvorlage.

 

AUCH PRAKTISCHE SOLIDARITÄT IST GEFRAGT

Derzeit läuft die dritte Streikwoche bei Riesa-Nudeln. Weil das Unternehmen immer noch nicht reagiert, hat die Streikversammlung die Fortsetzung des Streiks beschlossen und stellt sich auf einen längeren Arbeitskampf ein. Von 12,51 Euro in der Stunde, die viele Frauen in der Verpackung derzeit erhalten, kann das Streikgeld eine Menge nicht auffangen. Gerade in der Zeit der heutigen Inflation. Die NGG hat einen Solidaritätsfond eingerichtet, in dem Unterstützungsbeiträge eingezahlt werden können. Mit dem Geld werden Beschäftigte in Notlagen unterstützt. Unterstützt die Beschäftigten, auch kleine Beträge helfen.

Zahlungen bitte auf folgendes Solidaritätskonto:

Kontoinhaber: GEWERKSCHAFT NGG REGION DRESDEN-CHEMNITZ

Kreditinstitut: Ostsächsische Sparkasse Dresden

IBAN:DE85 8505 0300 3120 2148 40

BIC: OSDDDE81XXX

Für die Zahlungen bitte angeben: „Zahlung Soli-Fond“ (Nicht „Spende“ angeben, die NGG kann keine Quittungen ausstellen).

 

Die Welt der Arbeit in den sozialen Medien

Ihr findet uns auf Facebook, Twitter und bei Instagram.